Jörg Kobstädt

EDUCATION PROJECTS IM STANDORT LINZ

Welche Verantwortung hast du bei VACE?

Ich unterstütze VACE Education Projects seit März 2018 als Projektingenieur mit einem Maschinenbaustudium als Background. Der Ausbau von Berufsbildungszentren umfasst ein breites Spektrum und unsere Verantwortungsbereiche wechseln kontinuierlich mit dem Fortschritt eines Projektes. Teamwork wird in diesen einzelnen Phasen großgeschrieben. Bei einem Erstkontakt mit dem Kunden (Ministerien) wird das Projekt grob definiert inkl. Bestandsaufnahmen der in Frage kommenden Institute und die Ausarbeitung eines vorläufigen Angebots.
Im zweiten Schritt startet die Definition und Spezifikation der zu liefernden Ausstattung, unter Absprache mit dem Kunden. Vorausgesetzt wird eine Baubegehung vor Ort. Hier werden die Örtlichkeiten beaufmaßt. Es wird festgelegt, ob bestehende Gebäude für die weitere Planung in Frage kommen oder ob ein Neubau in Betracht gezogen wird. Parallel läuft der Einkauf vom Equipment mit unseren Lieferanten. Dieser beinhaltet Preisanfragen und Aktualisierungen, z.B. eventuelle Modellwechsel. Alle Informationen fasse ich dann auf einer CAD Zeichnung zusammen. Auch hier wächst diese mit dem Fortschritt eines Projektes bis hin zum finalen Ergebnis. Auf weiteren Dienstreisen nehme ich kontinuierlich den Baufortschritt und dessen Ausführung vor Ort ab. 
Wenn die Zukaufphase abgeschlossen ist, unterstütze ich den Part für die Logistik. In unserem aktuellen Projekt Ghana müssen 60 Container mit Werkstattausrüstungen ihren Bestimmungsort erreichen. Ist dieser Punkt erfüllt, startet meine Installationsphase vor Ort. Diese beinhaltet: Aufbau, Funktionsprüfung und die Supervision eines lokalen Montageteams in Accra/Ghana. Abschließend erfolgt die Übergabe der Werkstätten an das Trainingsteam. 
Ohne Teamarbeit könnte Erwähntes nicht realisierbar sein. 
 

Was schätzt du am meisten an deiner Arbeit?

Es ist in erster Linie das Produkt, wenn ich es einmal so nennen darf, was wir ausarbeiten und letztendlich auch umsetzen. Den Begriff Nachhaltigkeit lesen wir heute in vielen Zusammenhängen. Ich bin der Meinung, dass dieser auf unsere Arbeit exakt zutrifft. Diese hinterlässt viel mehr als nur Gebäude und ein paar Maschinen.

Wir haben Anteil daran, dass junge Menschen aus Schwellenländern über Jahrzehnte eine fundierte Ausbildung bekommen können und eine reelle Chance am lokalen Arbeitsmarkt vorfinden. Das ist mein größter Motivator.

Hinzu kommt, dass unsere Aufgabenfelder sehr abwechslungsreich sind. Das alles gepaart mit unserem Teamgeist, Respekt, Wertschätzung und Anerkennung, sind Werte für mich, die heutzutage nicht mehr selbstverständlich sind, welche ich aber sehr zu schätzen weiß.

Wie bewertest du deine Work-Life-Balance?

Je nach Lebensabschnitt und -situation ergeben sich für mich unterschiedliche Schwerpunkte. Wir alle haben Ziele im Leben, die sich sowohl auf den beruflichen als auch den privaten Bereich erstrecken. Das Erreichen persönlich gesteckter Karriereziele ist eines davon. Meine flexible Arbeitszeiteinteilung gibt mir die Möglichkeit, Privates und Berufliches unter einen Hut zu bekommen. Um meine Akkus wieder aufzuladen bin ich sehr gerne draußen in unserem Garten. Ebenfalls hilft mir das Gitarre spielen, damit ich Abstand und Ruhe  bekomme. Auf meiner Agenda steht für das Frühjahr, das „Beachvolleyballern“ wieder aufzunehmen, das verspricht dann ein bisschen mehr Action ;-)